Flugzeughangars stellen eine der größten Herausforderungen im Brandschutz dar. Große Flügelspannweiten verhindern, dass Wasser den Boden erreicht, und die flüchtige Natur von Jetbenzin macht die Brandbekämpfung zu einem riskanten Einsatz.
Früher wurden in Hangars schaumunterdrückende Mittel eingesetzt, um Flammen zu ersticken, bevor sie sich ausbreiten konnten. Mit den jüngsten Entwicklungen, die fluorhaltige Schaummittel verbieten, sind schaumgestützte Brandschutzverfahren jedoch nicht mehr so wirksam.
Die Branche bewegt sich nun weg von pauschalen Löschlösungen hin zu solchen mit chirurgischer Präzision.
Aktuelle Brandbekämpfung in Hangars
Jahrzehntelang war das Overhead-Deluge-System mit dem Einsatz fluorierter Schäume der Standard zum Schutz von Hangars. Der Wechsel weg von Fluor-Schaum erfordert jedoch andere Applikationstechniken, um einen vollständigen Brandschutz sicherzustellen.

Außerdem wirken in überfüllten Hangars Flugzeugflügel und Rümpfe wie Schirme und verhindern, dass der Schaum den Boden erreicht. Beginnt ein Feuer unter dem Flügel, braucht der Schaum deutlich länger, um dorthin zu gelangen, und eine herkömmliche Wassersprinkleranlage ist wahrscheinlich nicht in der Lage, es vollständig zu erreichen.
Da mehr Organisationen – wie das U.S. Department of War – auf Löschprotokolle umstellen, die Wasser vor Schaum priorisieren, kann dieser Ansatz sogar noch gefährlicher sein. Das unterstreicht den Bedarf an einer Lösung, die konventionelle Lösemittel auf revolutionäre Weise nutzen kann.
Die Lösung: Firetrol MXOne
Um diese Lücke zu schließen, hat Firetrol das MXOne vorgestellt, ein leistungsstarkes, turbinenunterstütztes Löschsystem, das von der Muttergesellschaft Minimax entwickelt wurde. Dieses neue Produkt hat bereits gezeigt, dass es die Anforderungen erfüllt, die alte Löschsysteme nicht erfüllen konnten, und erhielt im vergangenen Juni sogar die FM Global "Gold Standard"-Zulassung.
Das MXOne nutzt einen kräftigen Turbofan, der 18.500 Kubikfuß Luft pro Minute über eine Hauptdüse ansaugt. Dadurch entsteht ein laminare Luftstrom, der das Wasser in einem engen Strahl über größere Distanzen hält. In Außenanlagen ist dieser Strahl somit weniger anfällig für Wind und Wetter und erlaubt eine Vielzahl von MRO-Anwendungen.

Zusätzlich zum zentralen Strahl verfügt die Anlage über 20 zerstäubende Düsen, die einen feinen Wasserdunst erzeugen. Zerstäubtes Wasser hat die besten Kühlwirkungen, sodass es tiefsitzende Brände erreichen und Rauch beseitigen kann. Neben einer allgemeinen Wassereinsparung von bis zu 73 Prozent reduziert dieser Ansatz auch die Menge an kontaminiertem Abwasser, das nach dem Einsatz behandelt werden muss.

MXOne Montageoptionen
Laut der Website von Firetrol ist das MXOne so konzipiert, dass es für verschiedene industrielle und luftfahrtbezogene Einsatzfälle vielseitig einsetzbar ist. Es kann stationär montiert, auf einen Anhänger gesetzt oder in ein Fahrzeug eingebaut werden. Die Beweglichkeit der Einheit – 360 Grad Drehbarkeit und ein Neigungsbereich von -19 bis +43 Grad – ermöglicht effektive Brandbekämpfungsunterstützung, unabhängig von der gewählten Einsatzart.

Bemerkenswert ist auch die Fähigkeit des Systems, schaumunabhängig zu arbeiten. Ob Trinkwasser, Meerwasser oder jede Art von fluorfreiem Schaum eingesetzt wird – das MXOne-System bewältigt verschiedene Fluidviskositäten, ohne dass Hardwareänderungen notwendig sind.
Minimax MXOne Orglmeister Automation
Einen der größten Sprünge macht das MXOne mit seinem Orglmeister-Detektionssystem. Laut Firetrol nutzt dieses Kamerasystem Infrarot-Erkennung, um das MXOne automatisch zu aktivieren, wenn überwachte Bereiche eine voreingestellte Wärmeschwelle überschreiten. Nach der Aktivierung überwacht der Scanner die betroffene Zone weiter, bis das Wärmebild verschwindet. Jederzeit kann ein Bediener per Funkfernbedienung aus bis zu 300 Fuß Entfernung die manuelle Kontrolle übernehmen, wodurch die Sicherheit der Feuerwehrleute auch im Falle einer Automatisierung gewährleistet ist.

Eine häufige Sorge bei diesem Betrieb ist Elektrizität. Was würde passieren, wenn es sich um Brände unter Spannung handelt? Ein wasserbasiertes System würde das Feuer schlicht verschlimmern, was in einem Hangar katastrophal sein kann.
Glücklicherweise ist die Detektionsprogrammierung des MXOne ausgereift genug, zwischen einem Brand und einem "bekannten Hotspot" zu unterscheiden. Wenn zum Beispiel ein militärisches Flugzeug seine Triebwerke hochfährt, kann das System so programmiert werden, diese spezifische Signatur zu ignorieren, um eine versehentliche Aktivierung zu verhindern.
Obwohl das System noch nicht intelligent genug ist, autonom zu erkennen, ob ein System unter Spannung stehen könnte, erlaubt seine Präzision den Feuerwehrleuten, fundierte Entscheidungen über die Stromabschaltung vor einer manuellen Anwendung zu treffen. Einsatzleiter können somit Bereiche auswählen, die wahrscheinlich Brände unter Spannung erzeugen würden, und das System anweisen, in diesen Fällen alternative Löschtechniken zu aktivieren.
Die Zukunft der Brandbekämpfung
Die Branche steht derzeit an einem Scheideweg: Einige sind resistent gegen den Wandel von Gewohnheiten, während andere neue Technologien implementieren wollen, die die Branche grundlegend revolutionieren. Unabhängig davon scheint der Übergang zu technologisch fortschrittlichen Löschsystemen unvermeidlich.

Obwohl FM Global die Mobilfunkkonnektivitätsfunktionen des MXOne noch nicht bewertet hat, beginnen Anwender bereits damit, MXOne über ihre eigenen sicheren Netzwerke per WiFi und Tablet-fernbedienung zu steuern.
In den nächsten Jahren werden automatisierte Systeme wie das MXOne zum Alltag gehören: Sie werden umweltfreundlich, indem sie weniger Wasser verwenden, ihre Infraroterkennung verbessern und den Bedarf an menschlicher Aufsicht durch erweiterte Konnektivitätsoptionen verringern. Und am wichtigsten: Diese Systeme werden in der Lage sein, Brände zu bekämpfen, ohne Feuerwehrleute in Gefahr zu bringen.
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