Bundesermittler untersuchen derzeit einen brisanten "Beinahe-Zusammenstoß" am Newark Liberty International Airport (EWR), nachdem eine Alaska Airlines Boeing 737 MAX 9 und eine FedEx Boeing 777F am Dienstagabend nur knapp einer Kollision entgingen.

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Eingreifen im Bruchteil einer Sekunde
Der Konflikt ereignete sich gegen 20:15 Uhr Ortszeit, als zwei Schwergewichte des Himmels auf dem New-Jersey-Flugfeld zusammenliefen.
Alaska Airlines Flight 294, unterwegs aus Portland (PDX), befand sich im Endanflug, als ein Fluglotse eine katastrophale Flugbahn erkannte: Ein FedEx Boeing 777-Frachter, Flight 721 aus Memphis (MEM), war ebenfalls für eine sich kreuzende Runway freigegeben worden.
Als die Alaska MAX 9 auf lediglich 150 feet über dem Vorfeld absank, erteilte der Lotse eine Not-Durchstartanweisung.
Vorläufige Radardaten von Flightradar24 zeigen, dass die Alaska-Maschine die FedEx- widebody mit einer vertikalen Trennung von nur 300 bis 325 feet überflog, ein Abstand, der in etwa der Länge eines Footballfeldes entspricht.
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Die Mechanik des "Go-Around"
In der Luftfahrt ist ein Go-Around ein standardisiertes, aber arbeitsintensives Manöver, bei dem eine Landung abgebrochen wird.
Piloten versetzen das Flugzeug dabei von einer Sinkflugkonfiguration in einen Steigflug mit voller Leistung.
Obwohl dies Teil der routinemäßigen Pilotenausbildung ist, wurden durch die Nähe der beiden Flugzeuge in diesem Fall die Sicherheitsmargen stark beansprucht.
„Ein Fluglotse wies Alaska Airlines Flight 294 an, einen 'Go-Around' am Newark International Airport durchzuführen, da FedEx Flight 721 für den Endanflug auf einer sich kreuzenden Runway freigegeben worden war,“ bestätigte die Federal Aviation Administration (FAA) in einer offiziellen Stellungnahme.
Die beteiligten Fluggesellschaften haben inzwischen ihre Einschätzungen zum Verhalten der Besatzungen abgegeben:
Alaska Airlines: „Die Flugsicherung erteilte unserem Flugzeug eine Anweisung zum Durchstarten, wofür unsere Piloten sehr gut ausgebildet sind.“
FedEx: „Auf Anweisung der Flugsicherung landete die Flugbesatzung von FedEx Flight 721 am Dienstag sicher und ohne Zwischenfälle am Newark Liberty International Airport.“

Untersuchung des systemischen Versagens
Das National Transportation Safety Board (NTSB) hat eine umfassende Untersuchung eingeleitet, die sich voraussichtlich auf die ATC-Kommunikationen und die zu diesem Zeitpunkt geltenden Protokolle zur „visuellen Trennung“ konzentrieren wird.
Dieser Vorfall folgt auf eine Phase erhöhter Besorgnis nach der tödlichen Mid-Air-Kollision im Januar 2025 in der Nähe des Reagan National Airport, die die FAA veranlasste, strengere radargestützte Trennungsstandards für Flugzeuge in Flughafennähe zu verlangen.
Branchenanalysten fragen, ob die aktuellen Personalstärken am EWR dazu beigetragen haben könnten, dass zwei Flugzeuge gleichzeitig für gekreuzte Anflugwege freigegeben wurden.
Während das schnelle Handeln des Fluglotsen eine Katastrophe verhinderte, wird das NTSB untersuchen, warum der Konflikt überhaupt entstehen konnte.
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Flugbetriebsdaten des Vorfalls
Die folgende Tabelle gibt die operativen Details zu den beiden Hauptflügen wieder, die in den Newark-Runway-Konflikt verwickelt waren.
| Flugnummer | Strecke | Abflugzeit | Ankunftszeit | Dauer |
|---|---|---|---|---|
| AS 294 | Portland (PDX) – Newark (EWR) | 12:05 PM | 08:17 PM* | 5h 12m |
| FX 721 | Memphis (MEM) – Newark (EWR) | 05:40 PM | 08:15 PM | 1h 35m |
*Die Landezeit von Flight 294 spiegelt die erfolgreiche Ankunft nach dem Durchstartmanöver wider.
Während NTSB und FAA weiterhin Telemetriedaten und Cockpit-Voice-Recorder auswerten, dient die Beinahe-Kollision in Newark als ernüchternde Erinnerung an die geringen Fehlertoleranzen des modernen Luftfahrtmanagements.
Das Ergebnis dieser Untersuchung könnte zu neuen bundesweiten Vorgaben führen, wie sich kreuzende Runways während verkehrsintensiver Zeitfenster genutzt werden dürfen.
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