DUBAI/ISTANBUL — Große Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten und der Türkei haben heute abrupt ihre Flugverbindungen in die Islamische Republik Iran ausgesetzt, da ein landesweiter Internetausfall und eskalierende regierungsfeindliche Proteste ein "hohes Risiko" für die internationale zivile Luftfahrt schaffen.
Die Maßnahme, angeführt von flydubai, Turkish Airlines, AJet und Pegasus Airlines, folgt auf eine Woche zunehmender Unruhen in allen 31 iranischen Provinzen. Die Störungen erreichten am Donnerstagabend ihren Höhepunkt, als die iranischen Behörden eine nahezu vollständige digitale Abschaltung durchsetzten und damit mobile und Festnetz-Internetverbindungen kappten, um die Koordinierung massenhafter Demonstrationen zu behindern.

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Der "digitale eiserne Vorhang" führt zu Betriebsunterbrechungen
Der Hauptauslöser für die massenhaften Annullierungen ist der tiefgreifende Kommunikationszusammenbruch innerhalb Irans. Luftfahrtexperten weisen darauf hin, dass ein Internet- und Telefon-Ausfall die Fähigkeit der Bodenmannschaften von Fluggesellschaften, mit den Flugbesatzungen zu koordinieren, Notfallprotokolle umzusetzen und die Passagierabfertigung zu managen, schwer beeinträchtigt.
Zur Bestätigung der Aussetzung erklärte ein Sprecher von flydubai:
„Die Flüge in den Iran am 9. Januar 2026 wurden gestrichen. Wir stehen in direktem Kontakt mit den Passagieren, deren Reisepläne betroffen sind. Wir werden die Lage weiterhin genau beobachten und unseren Flugplan entsprechend anpassen.“
Während flydubai die Proteste nicht ausdrücklich als Ursache nannte, spiegelt die "Safety-first"-Haltung der Airline die wachsende Unsicherheit im iranischen Luftraum wider. Türkische Medien berichten, dass Turkish Airlines ebenfalls 17 für Freitag und Samstag geplante Flüge gestrichen hat und dabei auf "regionale Entwicklungen im Iran" verweist.
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Sicherheitsbedenken und Aktivierung der Luftverteidigung
Die Lage wurde durch Berichte über erhöhte militärische Einsatzbereitschaft im Königreich weiter verkompliziert. In der Nacht des 8. Januar wurden mehrere Notices to Air Missions (NOTAMs) herausgegeben, darunter NOTAM A0182/26 (Hamedan) und A0180/26 (Tabriz), in denen die Aktivierung von Luftverteidigungssystemen und Radartests genannt werden.
Diese Warnungen, kombiniert mit dem Verlust der Echtzeitkommunikation, haben internationale Aufsichtsbehörden veranlasst, vor "unvorhersehbaren Risiken" für den kommerziellen Verkehr zu warnen. Berichte aus Teheran deuten darauf hin, dass der Imam Khomeini International Airport (IKA) sporadische Betriebseinstellungen erlebt hat, während Sicherheitskräfte das Gelände sichern.

Zusammenfassung der gestörten Flugbetriebe
Die folgende Tabelle listet die wichtigsten regionalen Verbindungen auf, die von der heutigen Massen-Aussetzung betroffen sind.
| Flug-Nr. | Fluggesellschaft | Strecke | Status | Geplante Frequenz |
|---|---|---|---|---|
| FZ 194 | flydubai | Dubai (DXB) – Tehran (IKA) | Gestrichen | 3x täglich |
| TK 870 | Turkish Airlines10 | Istanbul (IST) – Tehran (IKA) | Gestrichen | 5x täglich |
| PC 512 | Pegasus | Istanbul (SAW) – Tehran (IKA) | Ausgesetzt | Täglich |
| VF 151 | AJet | Istanbul (SAW) – Mashhad (MHD) | Gestrichen | 4x wöchentlich |
| FZ 231 | flydubai | Dubai (DXB) – Shiraz (SYZ) | Gestrichen | Täglich |
| QR 498 | Qatar Airways | Doha (DOH) – Tehran (IKA) | Gestrichen | 2x täglich |
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Strategische Auswirkungen
Die Proteste, die Ende Dezember 2025 aufgrund stark steigender Inflation und der Abwertung des iranischen rial begonnen haben, haben sich zu einer erheblichen Herausforderung für die Regierung entwickelt. Durch die Aussetzung dieser großen Low-Cost- und Legacy-Carrier wird Iran zunehmend isoliert.
Während iranische Staatsfluggesellschaften wie Iran Air und Mahan Air weiterhin einige Inlandsverbindungen aufrechterhalten, kappt der Verlust internationaler Anbindung über Drehkreuze wie Dubai und Istanbul de facto die wichtigsten Verbindungen des Landes zur Weltwirtschaft.
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