AMSTERDAM, NIEDERLANDE – Das europäische Luftfahrtnetz ist ins Chaos gestürzt, da ein anhaltendes Wintersturmgebiet mit starkem Schneefall und orkanartigen Winden Amsterdam Schiphol Airport (AMS) nahezu zum Stillstand gebracht hat. Am Abend des 6. Januar 2026 hat KLM Royal Dutch Airlines ihre Hub-Operationen faktisch den Elementen überlassen, wobei die Stornierungsquote für das kommende Flugsegment auf erstaunliche 92% gestiegen ist.
Die Störung, die am 2. Januar als lokales Wetterereignis begann, hat sich laut Branchenanalysten zu einer „Krisenkaskade“ entwickelt. Seit Freitag wurden über 1.300 KLM-Flüge gestrichen, wodurch Zehntausende Passagiere im globalen Netzwerk der Fluggesellschaft gestrandet sind.

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„Nur eingeschränkter Flugverkehr möglich“
Das Royal Netherlands Meteorological Institute (KNMI) hielt für einen Großteil des Dienstags eine Code-Orange-Warnung aufrecht, da 5 bis 8 Zentimeter frischer Schnee in Kombination mit unter dem Gefrierpunkt liegenden Temperaturen für gefährliche Bedingungen für das Bodenpersonal sorgten.
Der hauptsächliche Engpass bleibt die Enteisungskapazität des Flughafens. Da nur noch wenige Start- und Landebahnen betriebsbereit sind, mussten Flugzeuge Berichten zufolge bis zu fünf Stunden auf den Rollwegen warten, nur um die Gates zu erreichen. Ein Sprecher des Flughafens Schiphol gab eine deutliche Warnung heraus:
„Aufgrund anhaltenden Winterwetters ist nur eingeschränkter Flugverkehr von und nach Schiphol möglich. Unsere Schneeteams arbeiten rund um die Uhr, um die Bahnen frei zu halten, und die Flugzeuge werden sorgfältig enteist, damit alle sicher reisen können.“

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KLMs operative Reaktion
KLM, das über 70% der Bewegungen am AMS durchführt, wurde in eine defensive Haltung gezwungen. Bis 7:30 AM am 6. Januar war bereits mehr als ein Drittel des Tagesplans gestrichen worden, eine Zahl, die im Laufe des Nachmittags mit der Verstärkung des Sturms weiter anstieg. Die Projektionen für Mittwoch, den 7. Januar, deuten auf einen nahezu vollständigen Ausfall des Kurzstreckenpan-Europanetzes der Fluggesellschaft hin, wobei bereits etwa 600 Flüge (92%) aus den Anzeigetafeln entfernt wurden.
In einer offiziellen Stellungnahme an betroffene Reisende sagte KLM:
„Aufgrund schweren Winterwetters, einschließlich Schneefalls und starker Winde, kommt es zu Beeinträchtigungen des Flugbetriebs am Flughafen Amsterdam Schiphol. Wir verstehen, dass dies belastend sein kann, aber wir tun alles, um Sie wieder auf den Weg zu bringen.“
Die Fluggesellschaft hat außerdem den seltenen Schritt unternommen, die Beförderung von unbegleiteten Minderjährigen (UM) bis zum 11. Januar auszusetzen und nennt als Begründung die Unvorhersehbarkeit von Umbuchungen sowie das hohe Risiko von Übernachtungen für junge Passagiere.
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Aktueller Flugstatus & Wiederanlaufmaßnahmen
Während der Großteil des Flugplans weiterhin am Boden bleibt, werden einige wenige Langstrecken- und regionale „Wiederanlauf“-Flüge prioritär durchgeführt, wo Sichtfenster dies erlauben. Nachfolgend der Status wichtiger regionaler und internationaler Verbindungen um 18:00 CET am 6. Januar.
| Flug-Nr. | Strecke | Geplante Zeit | Status | Betriebsanmerkung |
|---|---|---|---|---|
| KL1522 | Bilbao (BIO) – Amsterdam (AMS) | 09:00 AM | Annulliert | Sturm beeinträchtigt Ankunftsfenster |
| KL1887 | Amsterdam (AMS) – Nuremberg (NUE) | 02:45 PM | Annulliert | Verzögerung bei der Enteisung des Flugzeugs > 4 hrs |
| JU361 | Belgrade (BEG) – Amsterdam (AMS) | 12:15 PM | Durchgeführt | Air Serbia Einsatzflug (Rückstau) |
| KL641 | Amsterdam (AMS) – New York (JFK) | 01:20 PM | Verspätet | Geschätzter Abflug 09:45 PM |
| KL1173 | Amsterdam (AMS) – Trondheim (TRD) | 08:35 PM | Annulliert | Aussetzung des Regionalnetzes |
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Die „Hundert-Meter“-Schlange
Im Terminal herrscht eine Atmosphäre der Erschöpfung. Berichte lokaler Medien beschreiben hundert Meter lange Warteschlangen an den KLM-Transferzentren, mit Wartezeiten von mehr als sechs Stunden. Auch die Gepäckausgabe ist vollständig zusammengebrochen; in vielen Fällen werden ankommende Passagiere aufgefordert, nach Hause zu gehen und auf die nachträgliche Zustellung ihres Gepäcks per Kurier zu warten.
Eurocontrol hat die Fluggesellschaften gebeten, 60% aller geplanten Bewegungen zu streichen – mindestens bis 8:00 PM heute Abend. Da für Mittwochmorgen weiterer Schneeregen und gefrierender Regen vorhergesagt sind, wird erwartet, dass die „92% Stornierungen“-Zahl für den nächsten 24-Stunden-Zeitraum Bestand hat.
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