LONDON, UK – Ab dem 7. Januar 2026 hat British Airways (BA) offiziell eine umstrittene neue Catering-Strategie für seine Club Europe (Kurzstrecken-Business-Class) Kabine umgesetzt. In dem, was Vielflieger als "Death by a Thousand Cuts" bezeichnen, hat die Fluggesellschaft ihr charakteristisches warmes Frühstück auf acht ihrer am häufigsten bedienten Strecken abgeschafft und stillschweigend mehrere europäische Ziele in niedrigere "Catering Bands" umklassifiziert, um die Ausgaben weiter zu senken.
Abschied vom Full English
Die sichtbarste Änderung, die am Mittwochmorgen in Kraft trat, betrifft die kürzesten und verkehrsreichsten Kurzstrecken ab London Heathrow. Passagiere auf diesen Verbindungen, die zuvor ein heißes Frühstück mit mehreren Auswahlmöglichkeiten, einschließlich des ikonischen "Full English", erhielten, bekommen jetzt ein einheitliches kaltes Tablett serviert.
Internen Dokumenten zufolge, die von Branchenanalysten verifiziert wurden, besteht das neue Morgenangebot aus:
Einem frischen Obstteller
Einer "Raspberry Super Bowl" (Joghurt)
Einem einzigen warmen Gebäckstück (Croissant, pain au chocolat oder pain au raisin)
Zu den betroffenen "Express"-Strecken gehören:
Inland: Belfast City (BHD), Jersey (JER), Manchester (MAN) und Newcastle (NCL).
International: Amsterdam (AMS), Brussels (BRU), Dublin (DUB) und Paris Charles de Gaulle (CDG).

Foto: The Times
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Das "Catering Band" Manöver
Über die Frühstücksreduktionen hinaus hat BA mehrere mittelstreckige europäische Ziele, darunter Madrid, Budapest, Warschau und Krakau, in niedrigere "Catering Bands" eingestuft. Diese subtile Verschiebung ermöglicht es der Airline, die Komplexität und die Kosten des Bordservices zu reduzieren, ohne formell von "Servicekürzungen" zu sprechen.
Auf Flügen, die von Band 3 auf Band 2 umklassifiziert wurden, wurde der proaktive Anfangsservice mit Getränken und Nüssen abgeschafft. Außerdem werden vollständige viergängige Warmmahlzeiten durch kleinere Portionen ersetzt, und die traditionelle heiße Nachmittagsmahlzeit wird auf spätere Abflüge durch einen "Ploughman’s Tea" ersetzt.
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Offizielle Begründung vs. Passagierrealität
British Airways hat die Maßnahme als betriebliche Notwendigkeit und nicht als finanziellen Schritt verteidigt. Ein Sprecher der Fluggesellschaft erklärte:
“Nach erfolgreichen Tests im September aktualisieren wir die Mahlzeitenoptionen auf unseren kürzesten Flügen. Aufgrund der begrenzten verfügbaren Zeit auf diesen Strecken ist das Servieren und Genießen eines warmen Frühstücks schwierig geworden.”
Interne Mitteilungen an die Kabinenbesatzung bestätigen dies und behaupten, die Vereinfachung diene dazu, “die Umsetzung zu erleichtern und Ihnen mehr Zeit in der Kabine mit unseren Kunden zu geben.”
Kritiker der Luftfahrt weisen jedoch darauf hin, dass BA die Größe seiner Club Europe-Kabinen aggressiv vergrößert hat und diese in einem A321 mitunter bis zu 50 Passagiere umfassen, ohne die Besatzungsstärke zu erhöhen. Durch das Entfernen warmer Mahlzeiten reduziert die Airline die für das Erhitzen und Anrichten erforderliche Zeit erheblich und könnte so die Komplexität der Bordküche verringern.
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Der Kontext von "Brunchgate"
Dies ist nicht BAs erster Vorstoß zu umfassenden Cateringkürzungen. Die aktuelle Strategie folgt dem berüchtigten "Brunchgate" von 2024, als die Airline versucht hatte, den Langstrecken-Mittagsservice durch günstigere Frühstücksartikel auf Flügen vor 11:30 Uhr zu ersetzen. Dieser Schritt wurde nach massivem Passagierprotest schließlich zurückgenommen; ein Verlauf, von dem viele glauben, dass er sich nun im Kurzstreckenbereich wiederholt.
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Comments (1)
Michael Martin
I’ve traveled for business for more than 20 years, and one thing I’ve noticed is that most high frequency business travelers are overweight. Then they squawk when they don’t get fed a meal in business class, when very few of them use that as a meal replacement. Instead, it’s their fourth or fifth meal of the day.
I think it’s fine if British Airways eliminates or modifies these on board meals, in fact to the benefit of most business travelers. However, if they’re going to do this, I suggest that should be reflected in the price of the ticket.
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