CHICAGO, IL — In einem Schritt, der den sich verschärfenden „Revierkampf“ am Chicago O’Hare International Airport (ORD) unterstreicht, hat Spirit Airlines formell die Übertragung seiner letzten beiden bevorzugten Gate-Pachtverträge an United Airlines eingeleitet. Der Deal über $30.2 million, der heute, am 4. Februar 2026, in Konkursgerichtsdokumenten offengelegt wurde, markiert das Ende einer Ära für Spirits feste Präsenz am Flughafen und einen aggressiven strategischen Richtungswechsel für die in Chicago beheimatete Fluggesellschaft.
Die Transaktion, die noch der Zustimmung des U.S. Bankruptcy Court for the Southern District of New York bedarf, betrifft die Gates G12 and G14 im Terminal 3. Für Spirit Airlines, das derzeit seine zweite Chapter-11-Reorganisation seit August 2025 durchläuft, ist der Verkauf ein entscheidender Schritt zur Liquiditätsbeschaffung. Für United ist es ein defensiver Meisterstreich, der darauf abzielt, Konkurrent American Airlines am Ausbau seiner bereits dominanten Präsenz an dem Drehkreuz zu hindern.

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Der Kampf um Gate G
Dieser jüngste Deal folgt einer ähnlichen Transaktion im Dezember 2025, bei der Spirit zwei weitere O’Hare-Gates (G8 und G10) für $30 million an American Airlines verkaufte. Indem United die verbleibenden beiden Gates sichert, zieht die Airline effektiv eine klare Grenze und verhindert, dass American ein Vier-Gate-Block erlangt, der die Abläufe in Terminal 3 erheblich zugunsten der Konkurrenz verschieben würde.
Branchenanalysten stellen fest, dass United-CEO Scott Kirby seine Haltung deutlich geändert hat. Zuvor wurde Kirby zu Spirits Vermögenswerten wie folgt zitiert:
„Das liegt nicht in unserem Bereich, und deshalb werden wir es nicht versuchen.“
Die Realität eines begrenzten O’Hare, wo Gates gewissermaßen das „Gold“ des Flughafens sind, hat jedoch eine strategische Kehrtwende erzwungen. United führt derzeit seine größte Expansion in Chicago aller Zeiten durch und peilt bis zum Sommer 2026 rekordverdächtige 750 tägliche Abflüge an.
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Der Weg von Spirit zu „Shrink to Profitability“
Trotz des Veräußerns seiner bevorzugten Gates hat Spirit Airlines klargestellt, dass die Airline den Markt in Chicago nicht aufgibt. Stattdessen wird das Unternehmen auf „common-use“-Gates umstellen, ein Schritt, der die Fixkosten senkt und es gleichzeitig ermöglicht, den aktuellen Flugplan von rund 105 wöchentlichen Abflügen beizubehalten.
In der Gerichtseinreichung betonte die Führung von Spirit die Notwendigkeit des Verkaufs zur Stabilisierung der Bilanz:
„Spirit Airlines believes that assignment of the Assigned Premises to United Airlines is both appropriate and in the best interest of [Spirit Airlines], [its] estates, and [its] creditors.”

Analyse der Marktfolgen
| Beteiligte | Strategisches Ergebnis | Finanzielle Auswirkung |
|---|---|---|
| Spirit Airlines | Wechselt zu common-use-Gates; senkt die Gemeinkosten. | +$30.2 Million (zur Vorabtilgung von DIP-Darlehen) |
| United Airlines | Blockiert die Expansion von American Airlines; sichert Wachstum in T3. | -$30.2 Million (Kapitalaufwand) |
| American Airlines | Beschränkt auf die beiden Gates (G8/G10), die 2025 erworben wurden. | Wettbewerbsnachteil beim Ausbau in T3. |
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Ausblick
Die Luftfahrtwelt blickt nun auf den 24. Februar 2026, an dem das Insolvenzgericht die Anhörung zur endgültigen Genehmigung der Übertragung ansetzen will. Bei Zustimmung wird United die zugehörige Infrastruktur sofort übernehmen und damit seine Rolle als dominanter Akteur am O’Hare weiter festigen.
Dieser Gate-Erwerb ist das „fehlende Puzzlestück“ in Uniteds Masterplan für 2026, der unter anderem die Hinzufügung von 20.000 zusätzlichen Flügen ab Chicago zwischen März und November vorsieht. Indem United Spirits Immobilien übernimmt, wächst die Airline nicht nur — sie stellt zugleich sicher, dass ihre Wettbewerber am Boden bleiben.
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