TORONTO — Air Canada hat heute einen Notfall-Kapazitätsaufschlag in den mexikanischen Bundesstaat Jalisco eingeleitet und setzt dafür seine Langstreckenflotte der Boeing 787-9 Dreamliner nach Puerto Vallarta ein. Die Maßnahme erfolgt, während die Fluggesellschaft daran arbeitet, Hunderte kanadische Reisende zurückzuführen, die nach einem Wochenende extremer Kartellgewalt gestrandet waren und durch den Zusammenbruch der regionalen Verkehrsinfrastruktur vom Weiterkommen abgehalten wurden.
Die Sicherheitskrise brach am Sonntag, 22. Februar, aus, nachdem eine riskante Militäroperation in Tapalpa zur Festnahme und dem anschließenden Tod von Nemesio Oseguera Cervantes führte, besser bekannt als "El Mencho", dem Anführer des Jalisco New Generation Cartel (CJNG). In den folgenden "narco-Blockaden" setzten kriminelle Gruppen an über 250 Punkten in 20 Bundesstaaten Fahrzeuge in Brand; in Puerto Vallarta und Guadalajara kam es zu heftigen Straßenkämpfen und Brandstiftungen.

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Die Rückführungsstrategie
Nachdem der Flugbetrieb nach Sicherheitsbedenken zwei Tage in Folge nach Puerto Vallarta (PVR) ausgesetzt worden war, bestätigte Air Canada am späten Montagabend, dass die Flüge unter einem modifizierten "Rettungs"-Plan wieder aufgenommen würden. Indem die Airline die üblichen Narrowbody-Flugzeuge durch den 298-sitzigen Dreamliner ersetzt, maximiert sie ihre Fähigkeit, den Rückstau an Passagieren abzubauen, die in Hotels und Flughafenterminals Schutz gesucht hatten.
In einer offiziellen Erklärung der Fluggesellschaft vom Morgen des 24. Februar stellte Air Canada die operative Änderung wie folgt klar:
„Nach Rücksprache mit der Regierung Kanadas und den mexikanischen Behörden werden wir am Dienstag, den 24. Februar, den vollständigen Betrieb von Montreal, Toronto und Vancouver nach Puerto Vallarta wieder aufnehmen. Um Kunden so schnell wie möglich nach Hause zu bringen, setzen wir größere Boeing 787-9 Dreamliner von Toronto und Montreal nach Puerto Vallarta ein, wodurch 258 Sitzplätze zusätzliche Kapazität geschaffen werden.“
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Sicherheit und Schutz
Während die Fluggesellschaft den Flugbetrieb wieder aufnimmt, mahnt Global Affairs Canada weiterhin zur äußersten Vorsicht. Die Bundesregierung aktualisierte am Dienstagmorgen ihre Reisehinweise und stellte fest, dass es in den letzten 24 Stunden zwar „keine neuen bedeutenden Sicherheitsvorfälle“ gegeben habe, die Lage aber weiterhin volatil bleibe.
Die kanadische Regierung hat ihre Staatsangehörigen dazu aufgerufen:
- Nur zum Flughafen zu gehen, wenn ihr Flug bestätigt ist und sie ein gültiges Ticket besitzen.
- Bewegungen einzuschränken und sich beim Transit zum Terminal unauffällig zu verhalten.
- Die lokalen Medien zu beobachten, um auf ein plötzliches Wiederauftreten von Straßensperren oder Ausgangssperren reagieren zu können.

Sonder-Rückführungsflugplan
Die folgenden Flüge wurden speziell für den 24. Februar 2026 aufgerüstet oder umgeplant, um die Rückkehr der gestrandeten Kanadier zu erleichtern.
| Flugnummer | Route | Abflugzeit | Ankunftszeit | Dauer | Betriebstage |
|---|---|---|---|---|---|
| AC 1262 | Toronto (YYZ) – Puerto Vallarta (PVR) | 08:30 | 13:00 | 5h 30m | Di (Aufgerüstet auf 787-9) |
| AC 1323 | Montreal (YUL) – Puerto Vallarta (PVR) | 07:15 | 11:55 | 5h 40m | Di (Aufgerüstet auf 787-9) |
| AC 1266 | Vancouver (YVR) – Puerto Vallarta (PVR) | 09:45 | 16:35 | 4h 50m | Di (Betrieb wieder aufgenommen) |
| AC 1994 | Toronto (YYZ) – Guadalajara (GDL) | -- | -- | -- | Abgesagt (Nimmt am 25. Feb. den Betrieb wieder auf) |
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Das Passagiererlebnis
Berichte aus dem Epizentrum beschreiben in den letzten 48 Stunden eine chaotische Lage am Licenciado Gustavo Díaz Ordaz International Airport (PVR). Tasha Duckworth, eine Reisende von Vancouver Island, schilderte den plötzlichen Beginn des Lockdowns:
„Uns wurde geraten, unser Gepäck zu nehmen und dass unser Flug umgebucht würde. Wir hoffen einfach, dass dort alle in Ordnung sind.“
Trotz der Wiederaufnahme der Flüge bleibt der Transport innerhalb der Stadt prekär. Global Affairs Canada teilte mit, dass die meisten Taxi- und Ride‑Sharing-Dienste in der Region Puerto Vallarta bis Montag ausgesetzt waren, was viele dazu zwang, in ihren Hotels zu bleiben, bis das Militär die wichtigsten Korridore in der sogenannten "Golden Zone" sicherte.
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