Airbus Helicopters hat offiziell den Vorhang für zwei wegweisende Rotorkraftflugzeugkonzepte gelüftet, die den strengen Anforderungen der NATO Next Generation Rotorcraft Capability (NGRC)-Initiative gerecht werden sollen. Heute, am 23. Februar 2026, vorgestellt, stellt der Vorschlag eine Doppelspurstrategie dar, die der Allianz eine Mischung aus bewährter Zuverlässigkeit und hoher Geschwindigkeit bieten soll.
In strategischer Zusammenarbeit mit RTX (insbesondere Collins Aerospace und Raytheon) und MBDA entwickelt, umfasst die Einreichung einen leistungsstarken konventionellen Hubschrauber neben einem neuartigen Hochgeschwindigkeits-Compound-Rotorflugzeug. Dieser "Zwillingsansatz" ist darauf ausgerichtet, operationelle Flexibilität zu gewährleisten und gleichzeitig die industrielle Souveränität der europäischen Partnerstaaten zu erhalten.
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Die Doppelspurstrategie
Kern des Airbus-Vorschlags ist das Bekenntnis zu Modularität und Erschwinglichkeit. Statt einer Einheitslösung bietet Airbus den NATO-Partnern eine Auswahl an Plattformkombinationen, die sich ein gemeinsames digitales Rückgrat teilen.
Leistungsstarkes konventionelles Konzept: Auf maximale Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit ausgelegt, legt dieses Modell besonderes Gewicht auf einfache Wartung und nahtlose Integration in bestehende militärische Infrastrukturen.
Hochgeschwindigkeits-Compound-Konzept: Stark angelehnt an die Demonstratoren Airbus Racer und X3 nutzt diese Konfiguration Flügel und seitliche Propeller, um Reisefluggeschwindigkeiten von über 220 Knoten zu erreichen. Diese Konfiguration ermöglicht schnelles Beschleunigen, Steigen bei hoher Geschwindigkeit und die Fähigkeit, weite Strecken in kürzerer Zeit zurückzulegen.

Industriezusammenarbeit und der MOSA-Standard
Airbus hat stark auf seine Partnerschaft mit RTX und MBDA gesetzt, um eine Modular Open System Architecture (MOSA) zu integrieren. Diese Architektur stellt sicher, dass sowohl die konventionellen als auch die Hochgeschwindigkeitsplattformen "zukunftssicher" sind und schnelle Software-Updates sowie die Integration neuer Sensoren oder Waffensysteme ermöglichen, ohne den Luftfahrzeugrumpf vollständig zu überarbeiten.
"Wir wollen sicherstellen, dass Europa in der Lage ist, eine Plattform vorzuschlagen, die den Bedürfnissen unserer militärischen Partner in Bezug auf Erschwinglichkeit, operationelle Effizienz und maximale Verfügbarkeit sowohl für den konventionellen Hubschrauber als auch für das Hochgeschwindigkeits-Rotorkraftflugzeug am besten entspricht", sagte Bruno Even, CEO von Airbus Helicopters. "Diese beiden Konzepte bilden eine Grundlage für den weiteren Austausch mit unseren militärischen Partnern über ihre Vision und ihren Bedarf für künftige militärische Einsätze."
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Eine auf Flugdaten aufgebaute Grundlage
Das Hochgeschwindigkeitskonzept ist nicht nur ein theoretischer Entwurf. Es stützt sich auf den Erfolg des Racer-Programms (Rapid and Cost-Effective Rotorcraft), das seine Hochgeschwindigkeitsziele 2024 erfolgreich validierte. Militärische Piloten haben bereits an Flugbewertungen des Racer im Rahmen des European Next Generation Rotorcraft Technologies (ENGRT)-Programms teilgenommen und das operationelle Feedback geliefert, das notwendig ist, um den aktuellen NATO-Vorschlag zu verfeinern.
Durch die Nutzung dieser fluggetesteten Konfigurationen will Airbus die technischen Risiken mindern, die häufig mit militärischer Hardware der nächsten Generation verbunden sind. Die vorgeschlagenen Konstruktionen setzen Priorität auf Fertigungsvereinfachung und langfristige Nachhaltigkeit und erfüllen damit eine zentrale NATO-Anforderung nach reduzierten Lebenszykluskosten.
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Blick auf 2035
Das NGRC-Projekt, an dem unter anderem die Länder Frankreich, Deutschland, Italien und das Vereinigte Königreich beteiligt sind, hat zum Ziel, rund 1.000 mittelgroße Mehrzweckhubschrauber zu ersetzen, die zwischen 2035 und 2040 das Ende ihrer Lebensdauer erreichen werden. Mit der heutigen Präsentation hat sich Airbus klar als führender Anwärter positioniert, um das Rückgrat der NATO-Fähigkeiten für vertikale Mobilität in der Mitte des 21. Jahrhunderts bereitzustellen.
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