Zwei Southwest-Boeing-Jets kamen über Nashville knapp an einer Kollision vorbei — die Schuld liegt eindeutig bei einem Fehler der Flugsicherung

Zwei Southwest-Boeing-Jets kamen über Nashville knapp an einer Kollision vorbei — die Schuld liegt eindeutig bei einem Fehler der Flugsicherung

BY KALUM SHASHI ISHARA Published on April 20, 2026 0 COMMENTS

Ein schwerwiegender Vorfall der Luftfahrtsicherheit ereignete sich am Nachmittag des Samstag, 18. April 2026, im Luftraum nördlich des Nashville International Airport, als zwei Jets von Southwest Airlines nach einer irrtümlichen Anweisung eines Flugverkehrscontrollers fast in der Luft kollidierten. Das Beinahe‑Treffen, das die beiden Boeing‑Jets auf etwa 500 feet näher zusammenbrachte, wurde nur durch die Sekundenbruchteile umfassende Reaktion beider Flugbesatzungen verhindert, die auf Resolution Alerts ihrer Traffic Collision Avoidance Systems (TCAS) reagierten. Die Federal Aviation Administration hat inzwischen eine Untersuchung eingeleitet.

 

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Was geschah am Himmel über Nashville

 

Zwei Jets von Southwest Airlines mussten sich am späten Samstagnachmittag nördlich des Nashville International Airport ausweichen, um eine mögliche Kollision in der Luft zu vermeiden. Eine Auswertung von Flugdaten und ATC‑Aufzeichnungen deutet darauf hin, dass ein Controller irrtümlich ein Southwest Boeing 737 MAX 8 in den Kurs eines Southwest Boeing 737-700 lenkte, der gerade vom Flughafen abhob. Die Piloten beider Flugzeuge gaben an, dass sie aufgrund von Resolution Alerts ihrer an Bord befindlichen Kollisionsvermeidungssysteme ausweichen mussten.

 

Das MAX 8‑Flugzeug, Southwest Flight 507, war auf dem Weg von Myrtle Beach nach Nashville und hatte die Landung auf Runway 2 Left freigegeben bekommen. Aus bislang unbekannten Gründen deutet die Auswertung der Daten darauf hin, dass die Cockpitcrew statt zu landen ein Durchstartmanöver (go-around) ausführte. Zur gleichen Zeit hob die 737-700, Southwest Flight 1152, von Runway 2 Right in Richtung Knoxville ab, nur östlich des anderen Flugzeugs.

 

Es folgte eine Kaskade von Fehlern unter Druck. Sekunden später wies der Flugverkehrscontroller Flight 507 an, nach rechts zu drehen, wodurch es zu einem potenziellen Konflikt mit Flight 1152 kam. Offenbar erkannte der Controller seinen Fehler und befahl plötzlich, Flight 507 von 2,000 auf 3,000 steigen zu lassen, während er Flight 1152 anwies, bei 2,000 zu halten.

 

Der Austausch in den ATC‑Aufzeichnungen legt die folgende Verwirrung offen. Der Controller antwortete, "He's already in the turn. Flight 507, descend and maintain 2,000." "Down to 2,000," erwiderte Flight 507 schnell.

 

Kurz darauf teilte Flight 1152 dem Controller mit, "We are out of the RA." Flight 507 bestätigte, dass es ebenfalls auf den Resolution Alert seines Kollisionsvermeidungssystems reagiert hatte.

 

Southwest Boeing 737 Max 8
Foto: AeroXplorer/ Jared Jamel

 

Wie knapp war es?

 

Die Angabe eines 500‑foot‑Abstands ist keine gerundete Schätzung; sie beschreibt eine so geringe Lücke, dass dieser Vorfall eindeutig in die Kategorie schwerwiegender Luftraumkonflikte fällt und nicht in die weniger relevanten Fälle von ATC‑Missverständnissen. Die standardmäßigen vertikalen Trennanforderungen im US‑Luftraum in niedrigen Höhen verlangen mindestens 1,000 feet zwischen Flugzeugen. Bei der halben Distanz, mit beiden Jets in Bewegung und einem Flugzeug, das auf Anweisung des Controllers ein Durchstartmanöver mit Kurve ausführte, hing das Ergebnis vollständig davon ab, dass das TCAS wie vorgesehen funktionierte und beide Crews unverzüglich handelten.

 

Resolution Alerts werden von Traffic Collision Avoidance System‑Geräten (TCAS) erzeugt, die in allen Verkehrsflugzeugen an Bord sind. Üblicherweise weist TCAS ein Flugzeug zum Steigen an, während das andere zum Sinken angewiesen wird. Das System arbeitet unabhängig von der bodengebundenen Flugsicherung und bildet damit genau das letzte Sicherheitsnetz für jene Momente, in denen ATC‑Anweisungen bereits einen Konflikt geschaffen haben, anstatt ihn zu verhindern.

 

Flugspuren von 507 und 1152
Foto: Flightradar24

 

Offizielle Stellungnahme von Southwest

 

Southwest Airlines reagierte zügig, bestätigte den Vorfall und erklärte, dass eine Untersuchung läuft. Die Fluggesellschaft veröffentlichte eine vollständige Erklärung:

 

"Während des Anflugs bei böigem Wind am Nashville International Airport am Samstag führten die Piloten von Southwest Flight 507 ein vorsorgliches Durchstartmanöver durch. Während des Durchstarts befolgten die Piloten die Anweisungen der Flugsicherung und eine an Bord ausgelöste Verkehrswarnung, um einen Konflikt mit Southwest Flight 1152 zu vermeiden, der von einer anderen Bahn abhob. Flight 507 landete nach dem Durchstarten ohne Zwischenfälle, und Flight 1152 setzte den Flug nach Knoxville fort."

 

Die Fluggesellschaft fügte hinzu:

 

"Wir arbeiten im Rahmen der Untersuchung mit der FAA zusammen. Southwest schätzt die Professionalität seiner Piloten und Flugcrews im Umgang mit dem Ereignis. Nichts ist für Southwest wichtiger als die Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter."

 

Der Hinweis der Airline auf böige Windverhältnisse erklärt teilweise, warum Flight 507 das Durchstartmanöver eingeleitet hat. Piloten, die bei starkem Seitenwind landen, haben das Recht, einen Anflug abzubrechen, wenn die Bedingungen unter akzeptable Schwellenwerte fallen — ein Standardvorgehen und völlig richtig. Was ein routinemäßiges Durchstarten jedoch fast zu einer Katastrophe machte, war die anschließende Kursanweisung des Controllers, das Flugzeug in bereits belegten Luftraum zu dirigieren.

 

Southwest's Boeing 737-700
Foto: AeroXplorer/Harrison Bacci

 

Der Hintergrund: die ATC‑Personalkrise

 

Dieses Beinahe‑Ereignis ist nicht isoliert zu sehen. Die Vereinigten Staaten haben seit mehreren Jahren mit einem chronischen Mangel an zertifizierten Flugverkehrscontrollern zu kämpfen, eine Situation, die den Druck auf die im Dienst befindlichen Controller erhöht und die Sicherheitsmargen verringert, die eine angemessene Personalstärke sonst bieten würde. Als Reaktion auf die Zunahme von Beinahe‑Kollisionen führte die FAA die Häufung von Vorfällen auf Probleme bei der Besetzung der Flugsicherung, unerfahrene Piloten und veraltete Technologie zurück. Laut FAA gab es im Dezember 2023 rund 1,000 weniger zertifizierte Controller als vor einem Jahrzehnt, obwohl 1,500 neue Controller eingestellt wurden und zusätzlich 2,600 Controller "auf verschiedenen Ausbildungsstufen in Flugsicherungsstellen im ganzen Land."

 

Southwest selbst stand in den vergangenen Jahren verstärkt unter regulatorischer Beobachtung wegen einer Reihe von Sicherheitsvorfällen. Die Federal Aviation Administration stellte Southwest Airlines nach einer Reihe von Beinahe‑Kollisionen des Billigfliegers unter eine verschärfte Sicherheitsprüfung, vor dem Hintergrund anhaltender Sorgen um den Zustand des US‑Luftverkehrs.

 

Der Zwischenfall in Nashville, bei dem eine ATC‑Anweisung die direkte Ursache des Konflikts war und nicht ein Pilotenfehler oder ein technischer Defekt, fügt dieser Kontrollebene eine Dimension hinzu, die über die Sicherheitsbilanz einer einzelnen Airline hinausgeht. Er weist auf eine systemische Verwundbarkeit im US‑Luftverkehrsmanagement hin, die keine Fluggesellschaft, so gut ihre Crews auch geschult sein mögen, vollständig ausgleichen kann.

 

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Ein breiteres Muster der Besorgnis

 

Der Nashville International Airport war in den letzten Jahren bereits mehrfach Schauplatz ernster Vorfälle am Boden oder im Luftraum. Eine Runway‑Incursion im September 2024 an demselben Flughafen betraf ein Flugzeug von Alaska Airlines und ein Flugzeug von Southwest, wobei das schnelle Bremsen durch die Alaska‑Crew eine Kollision auf der Rollbahn selbst verhinderte. Der Vorfall am 18. April stellt eine andere Gefahrenkategorie dar — einen Luftraumkonflikt in den Abflug‑ und Anflugkorridoren — doch die Häufung ernster Ereignisse an derselben Anlage wird wahrscheinlich Ermittler dazu veranlassen zu prüfen, ob es in Nashville spezifische prozedurale oder umweltbedingte Faktoren gibt, die gezielte Maßnahmen erfordern.

 

Beide Flüge, Flight 507 und Flight 1152, setzten ihre Reisen sicher fort. Es gab keine Verletzten unter Passagieren oder Crewmitgliedern. Flight 507 landete nach dem Durchstarten ohne Zwischenfälle, und Flight 1152 flog weiter nach Knoxville. Die FAA‑Untersuchung läuft.

 

Beteiligte Flüge von Southwest Airlines 

 

Flugnr.StreckeAbflugzeitAnkunftszeitDauerBetriebstage
WN507Myrtle Beach (MYR) → Nashville (BNA)~2:30 PM ET~4:15 PM CT~2h 45mDaily
WN1152Nashville (BNA) → Knoxville (TYS)~4:20 PM CT~5:05 PM CT~45mDaily

Hinweis: Beide Flüge setzten ihre Reisen nach dem Vorfall sicher fort. WN507 landete nach dem Durchstarten; WN1152 flog weiter nach Knoxville. Die angegebenen Zeiten beruhen auf dem veröffentlichten Flugplan für die Einsätze am 18. April 2026. Passagiere sollten aktuelle Flugpläne stets direkt bei Southwest Airlines überprüfen.

 

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Was die Untersuchung klären muss

 

Die Untersuchung der FAA muss mehrere zentrale Fragen beantworten. Erstens, warum die Crew von Flight 507 ein Durchstartmanöver einleitete, obwohl die Landung freigegeben war, und ob die Winddaten zum Zeitpunkt dies Entscheidung rechtfertigten oder ob das Durchstarten vom Controller unerwartet war. Zweitens und noch wichtiger: Warum der Controller Flight 507 nach rechts in Richtung besetzten Luftraums statt davon weg drehte, eine Richtung, die das Flugzeug direkt in Konflikt mit dem steigenden, abfliegenden Flugzeug brachte. Ob der Controller unter Müdigkeit litt, eine zu hohe Arbeitslast hatte oder nicht ausreichend erfahren für die Komplexität des Verkehrs in diesem Moment war, wird zentrale Aspekte der Ermittlungen sein.

 

Aus den ATC‑Aufzeichnungen geht bereits hervor, dass der Controller den Fehler schnell erkannte und versuchte, ihn zu korrigieren, doch die Korrektur kam in widersprüchlicher Form, indem zunächst ein Steigbefehl und dann innerhalb von Sekunden ein Sinkbefehl erteilt wurde. Diese Schwankung in den Anweisungen ist genau das Szenario, für das TCAS entwickelt wurde, wenn menschliche Entscheidungen mit der Geschwindigkeit, in der sich ein Konflikt entwickelt, nicht Schritt halten können. Am 18. April funktionierte das System. Die Untersuchung muss sicherstellen, dass die Bedingungen, die den Einsatz des Systems erforderlich machten, nicht weiter bestehen bleiben dürfen.

 

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Kalum Shashi Ishara
I am an Aircraft Engineering graduate and an alumnus of Kingston University. It was a passion that I have had since childhood driven me to realise this goal of working in the Aviation and Aerospace industry. I have been working in the industry for more than 13 years now, and I can easily identify most commercial aircraft by spotting them from a distance. My work experience involved both technical and managerial elements of Aircraft component manufacturing, Quality assurance and continuous improvement management.

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